Absetzbarkeit KV.

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Krankenversicherungsbeiträge von der Steuer absetzen?

Die monatlichen Krankenversicherungsbeiträge sind steuerlich absetzbar.

Hallo an alle Versicherungs-Profis! Sind Krankenversicherungsbeiträge sind weiter steuerlich absetzbar? Ich sitze mal wieder am Schreibtisch und sortiere meine Unterlagen für die Steuererklärung 2009. Ich hatte in den Nachrichten von Gesetzesänderungen im Zusammenhang mit der Absetzbarkeit von Beiträgen zur gesetzlichen Krankenversicherung gehört. Können Krankenkassen Beiträge auch künftig noch von der Lohnsteuer abgesetzt werden können? Ab wann gelten die neuen Steuergesetze und welche Regelung treffen für das laufende Jahr zu? Ich kenne mich in diesen Steuer Angelegenheiten so gut aus, will aber alle Belege möglichst komplett meinen Helfer für den Lohnsteuerausgleich zur Verfügung stellen. Der macht das Alles für einen Spezialpreis, erwartet aber dafür gut sortierte und vollständige Unterlagen. Vielen Dank an euch im Voraus!
gesendet von: Jürgen (11-09)

Steuerliche Absetzbarkeit von GKV und PKV Beiträgen.

GKV und PKV Beiträgen können künftig besser von der Steuer abgesetzt werden.

Das Bundesverfassungsgericht hat mit seinem Urteil ein Machtwort gesprochen. Die Krankenversicherungsbeiträge werden im Rahmen des Bürgerentlastungsgesetzes ab dem Jahr 2010 besser steuerlich absetzbar. Demnach können die Beiträge zur GKV und PKV sowie Beiträge der Pflegepflichtversicherung unter Beachtung der Höchstbeträge als Sonderausgaben steuerlich absetzt werden. Die Höchstsätze für die der steuerliche Absetzbarkeit der Kranken- und Pflegeversicherungs-Beiträge wurden zum 01.01.2010 für Angestellte von 1.500,- Euro auf 1.900,- Euro pro Jahr erhöht. Selbständige können statt bisher 2.400,- Euro künftig 2.800,- Euro jährlich steuerlich absetzen. Weiterhin unterscheidet der Gesetzgeber zwischen den sogenannten Basis- oder Komfortleistungen der Krankenkassen. Die einheitliche Grundversorgung wird von den gesetzlichen Krankenkassen in den Basisleistungen definiert. Diese Versicherungsbeiträge gelten im Rahmen der jeweiligen Höchstbeiträge und neben den Beiträgen der gesetzlichen Pflegepflichtversicherung als absetzbar. Komfortleistungen können grundsätzlich nicht von der Steuer abgesetzt werden, frei nach dem Motto, Luxus darf nicht steuerlich absetzbar sein. Unter Komfortleistungen fallen Versicherungsbeiträge die für Mehrleistungen wie eine Chefarzt-Betreuung, Krankenhausaufenthalte im 1-Bett-Zimmer oder 2-Bett-Zimmer, Krankenhaus-Tagegeld, Krankentagegeld oder Beiträge für eine Pflegezusatzversicherung.
gesendet von: Blog Admin (07-09)


Steuern und Sozialabgaben lassen sich nach meiner Meinung ohnehin nicht mehr voneinander trennen, weil der Staat die vielen verschiedenen Töpfe quer finanziert oder subventioniert. Ich finde es schon ungeheuerlich, dass man auf Abgaben wie die Krankenkassen Beiträge steuern zahlen muss. Geld, welches sofort abgezogen wird und ich nie in die Hand bekomme. Vor diesem Hintergrund ist die steuerliche Absetzbarkeit eigentlich ein Lacher.
gesendet von: Lars (12-09)


Stimmt, Lars! Dem Angestellten oder dem Arbeiter mit einen geringen Steuersatz nützt das Absetzen von der Steuer nicht viel. Am meisten profitieren die richtigen Spitzenverdiener mit einem hohen Steuersatz. Das selbe Prinzip wie bei der Pendler Pauschale, Geringverdiener die eigentlich berechtigten Anspruch auf Unterstützung haben, gehen bei dem Modell der steuerlichen Absetzbarkeit im Härtefall leer aus.
gesendet von: Victor (12-09)